Aufträge für Thales Suisse und Elbit

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Wie Jacqueline Stampfli-Bieri, Stv. Leiterin Kommunikation Armasuisse, eine frühere Meldung bestätigt, erhielten zur Telekommiunikation der Armee Thales Suisse und Elbit namhafte Aufträge. Thales Suisse, geführt von Oberst i Gst Urs Loher, ist eine Top-Firma auch im Bereich militärische Telekommunikation. Elbit hat seinen Hauptsitz in der Hafen- und Industriestadt Haifa, Israel. Das private Unternehmen liefert der Schweiz auch sechs Aufklärungsdrohnen Hermes-900.

Beschaffung unterzeichnet, Typenentscheide gefällt

Der Beschaffungsvertrag mit Elbit für die Geräte der mobilen Kommunikation wurde unterzeichnet. Für die Instandhaltung dieser Geräte wird die Ruag unter Vertrag genommen. Im Bereich der teilmobilen Kommunikation erhalten Thales Suisse und Elbit mit Sitz in Israel Aufträge. Die Swisscom wird für die Mitnutzung von zivilen Datenfunknetzen gewählt.

Basierend auf der Armeebotschaft 2020 wurden bis Ende Januar 2021 bei der Modernisierung der Telekommunikation der Armee folgende Zwischenschritte erreicht.

Mobile Kommunikation

Der Beschaffungsvertrag mit Elbit Systems Ltd. für den Ersatz von mobilen Funkgeräten, Bordverständigungsanlagen und Sprechgarnituren für die Schweizer Armee wurde im Dezember unterzeichnet. Die Instandhaltung der Geräte wird durch die Ruag AG erbracht.

Teilmobile Kommunikation

Für die Richtstrahlausrüstung neue Generation geht der Auftrag an die Firma Thales Suisse SA. Diese Geräte werden für die teilmobile Kommunikation der Armee verwendet.

Damit der Einsatz der Kommunikationssysteme geplant und diese konfiguriert werden können, wird eine Informatikanwendung für die übergreifende Planung zur Nutzung von Frequenzen, Netznummern, Chiffrierschlüsseln und IP-Adressen benötigt. Dieses Planungswerkzeug wird durch die Firma Elbit Systems Ltd. aus Israel erstellt.

Die Datenfunknetze von zivilen Providern sollen künftig durch die Armee mitgenutzt werden können, um eine grössere Bandbreite verfügbar zu haben, als dies mit armeeeigenen Mitteln der Fall wäre. Die zivilen Netze dienen redundant zu den militärischen Systemen oder je nach Lage als Hauptkommunikationsmittel. Aus Gründen des Informationsschutzes ist in diesem Feld eine vollständige Leistungserbringung in der Schweiz notwendig. Die Abdeckung war ein weiteres Kriterium, so dass die Firmenwahl zu Gunsten der Firma Swisscom AG ausfiel.

Das integrierte militärische Fernmeldesystem und seine Anbindung an das Führungsnetz Schweiz bilden zusammen mit den neuen Richtstrahlgeräten das Rückgrat der militärischen Kommunikation. Es ist zentral für die Übermittlung von Sprache und Daten und für die Verbreitung von Lagebildern unerlässlich. In diesem Bereich konnte noch kein Zuschlag erteilt werden. Die Arbeiten zur Evaluation sind im Gang.

Projekt Telekommunikation der Armee

Im Rahmen des Projekts Telekommunikation der Armee werden zur teilmobilen Kommunikation die erforderlichen Geräte beschafft, die einerseits leicht und tragbar sind und andererseits eine sichere, breitbandige Verbindung für Sprache und Daten zu den teilmobilen Infrastrukturen der Armee wie zum Beispiel Kommandoposten ermöglichen.

Für das Projekt Telekommunikation der Armee sind für die Zeitspanne von 2008 bis 2035 Investitionen von rund 1,6 Mrd. Franken geplant. Aktuell sind davon rund 224 Mio. Franken ausgegeben.

Das Projekt Telekommunikation der Armee ist Teil des Programms Fitania. Damit wird die Verbindung von ortsfesten Einrichtungen der Armee zu mobilen und teilmobilen Einheiten sichergestellt.