Aserbeidschan meldet zweiten Su-25-Abschuss

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Siehe auch > Türkei stationiert F-16C in Aserbeidschan

Russische Suchoi-25, kawestiert.

  • Im Karabachkrieg meldet Aserbeidschan den zweiten Abschuss eines armenischen Erdkämpfers Suchoi-25.
  • Die azerische Fliegerabwehr will den gegnerischen Su-25 am Sonntag, 25. Oktober 2020, um 12.30 Uhr Ortszeit abgeschossen haben.
  • Theoretisch wäre am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit eine Feuerpause eingetreten. Doch beschuldigten sich beide Kriegsparteien kurz danach, die Abmachung zu brechen.
  • Was den armenischen Suchoi-25 angeht, schreibt der azeirsche Generalstab, die Maschine sei kurz nach dem vereinbarten Feuerunterbruch aufgestiegen und habe azerische Armeestellungen im Raum Jabrayil angegriffen.
  • Der mächtige türkische Verteidigungsminister, der ehemalige Generalstabschef Hulusi Akar, habe der azerischen Armee kurz nach dem Abschuss telefonisch gratuliert.

Der Erdkämpfer Suchoi-25

  • Der Suchoi-25 ist ein klassisches Erdkampfflugzeug aus dem Kalten Krieg. Die russische Luftaffe kawestierte das Schlachtross derart gründlich, dass es seit dem 30.September 2015 neben dem Suchoi-34 und dem Suchoi-24 in Syrien oft in die Kämpfe eingreift.
  • Wenn die azerische Abschussmeldung zutrifft, muss die armenische Luftwaffe in den Krieg eingegriffen haben. Gemäss dem zuverlässigen IISS, dem Internationalen Institut für Strategische Studien, verfügen weder die “Republik Nagorno Karabach” noch die russischen Truppen in Armenien (Stützpunkt Gjumri) über Su-25. Hingegen besass Armenien vor dem neuen Karabac-Krieg 13 Su-25 Frogfoot und einen Su-25UBK.
  • Stimmen die azerischen Bulletins, so blieben von den 14 einzigen armenischen Kampfmaschinen noch ein Dutzend Jets – deutlich schwächer als die insgesamt 36 feindlichen MiG-29, Su-24 und Su-25. Unterlegen ist Armenien auch bei den Kampfheli. Aserbeidschan besitzt laut IISS 26 Mi-24 Hind.

Putin steht auf der Bremse

  • Die russische Luftwaffe stationiert auf dem Stützpunkt Gjumri, der eine 2500-Meter-Piste anbietet, je eine Staffel mit 18 MiG-29 Fulcrum und acht Kampfheli Mi-24P Hind. Wegen Wladimir Putins Zurückhaltung bleiben diese starken Waffen bisher am Boden. Der russische Präsident ist kein besonderer Freund von Armeniens derzeitiger Regierung. Insbesondere unterstützt Putin den Premierminister Nikol Pashinyan im Moment nur bedingt.
  • In Syrien verlor Russland nach eigenen Angaben über syrischem Territorium einen Suchoi-24 Fencer. Er wurde von einem türkischen Kampfjet F-16C Fighting Falcon abgeschossen. Präsident Erdogan beschuldigte die Russen, in türkischen Luftraum eingedrungen zu sein.