Asad entmachtet die berüchtigte Einheit 190

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Firefighters work to extinguish flames on the site of a shipping container in the seaport of the Syrian city of Latakia.

 

  • Am 28. Dezember 2021 griff die israelische Luftwaffe im syrischen Hafen Latakia das Container-Depot an. Mit Raketen zerstörte sie eine ganze Schiffsladung mit iranischen Waffen an die Hisbollah.
  • Die Hisbollah führt im Syrienkrieg Operationen pro Asad: für das Regime des Diktators und notorischen Kriegsverbrechers. Syrische Quellen nennen die Raketen-Attacke “vernichtend, verheerend, von totaler Wirkung.”

Am 3. Januar 2022 zog Asad die Konsequenzen aus dem Desaster:

  • Er entliess Generalmajor Baha Zalut, den stellvertretenden Kommandanten der Luftwaffe. Zalut trug die Verantwortung für den Schutz der syrischen Mittelmeerküste gegen Gefahren aus der Luft. Die Israeli griffen vom Meer her an und überraschten die “schlafende” syrische Luftabwehr komplett. Sie kehrten ohne Beschuss, ohne Verluste auf ihren Stützpunkt “irgendwo in Israel” fest (der Stützpunkt könnte Rückschlüsse auf Typ und Staffel ergeben > Ramat David bei Haifa wären F-16, Nevatim im Negev F-35).
  • Die Angreifer verrichteten ihr Werk ohne Gegenwehr. Asad lastete die Passivität der eigenen Truppe persönlich dem verantwortlichen Befehlshaber an.

Waffenschmuggel nicht geschützt

  • Ebenso ging Asad gegen die berüchtigte Einheit 109 der Hisbollah vor. Sie hatte den Auftrag, den iranischen Waffennachschub in Syrien zu schützen. Die libanesische Hisbollah erhält ihre Waffen vornehmlich über den Militärflugplatz Damaskus und von dort auf dem Landweg. Die in Syrien kämpfende Hisbollah dagegen wird vorrangig über Latakia versorgt. Asadentzog der Einheit 109 den Schutzauftrag zum Waffenschmuggel. 
  • Die israelische Luftwaffe äusserte sich zur Latakia-Operation lakonisch: “Wir bestätigen nicht, wir dementieren nicht.” Ende 2021 meldete sie für das Jahr gut 50 erfolgreiche Raids gegen Hisbollah-Stellungen und Lieferungen in Syrien. Für die ersten zehn Jahre des Syrienkriegs hielt sie “Hunderte Aktionen” gegen iranische  Truppen und Hisbollah-Stützpunkte und -Transporte fest.