Armee entschuldigt sich für IT-Mängel

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Der Armeesprecher Stefan Hofer teilt mit:

Erste RS-Woche im Distance Learning: Update für das Learning Management System

Mit einer dreiwöchigen Phase im Distance Learning für rund 40% der Rekruten der Rekrutenschule 1/2021 hat die Schweizer Armee Neuland betreten. Allerdings hat sie wegen technischer Probleme im Learning Management System LMS keinen wunschgemässen Start hingelegt. Dafür entschuldigt sie sich. Positiv ist, dass mehr als 80% dieser rund 5’000 Rekruten sich im LMS angemeldet und erste Lektionen bereits absolviert haben. Die Armee arbeitet an der Verbesserung und Stabilität des Systems.

Mit dem Learning Management System (LMS) hat die Schweizer Armee den Rekrutinnen und Rekruten ein Lernprogramm zur Verfügung gestellt, um den theoretischen Teil der allgemeinen Grundausbildung (AGA) zuhause zu erarbeiten. Da der RS-Start mit dem Beginn der vom Bundesrat kurzfristig beschlossenen Home-Office-Pflicht zusammenfiel und somit eine grosse Zahl der Bundesangestellten von zuhause aus arbeitet, ist das bundeseigene System seit Beginn der Woche stark belastet. Dies führt dazu, dass die Leistungsfähigkeit des Learning Management Systems beeinträchtigt ist und es zu langen Wartezeiten beim Anmelden oder Arbeiten an den Lektionen kommt.

Die RUAG als Betreiberin des LMS und die Armee konnten seit Montag zwar die Serverleistung verbessern, die Leistung des Learning Management Systems ist aber immer noch unbefriedigend. Um dies zu verbessern wird von heute Donnerstag bis Sonntag, 24.01.2021, ein neuer LMS Masterserver in Betrieb genommen. Die laufenden Lektionen werden durch den Umzug auf den neuen Server nicht beeinträchtigt.

Die Rekruten und Rekrutinnen, welche die ersten drei Wochen die theoretischen Grundlagen von zuhause aus erarbeiten, werden am 8. Februar 2021 in ihre Kasernen einrücken. Die danach vorgesehenen Tests über das bis dahin erarbeitete theoretische Wissen werden wegen des erschwerten Lernens der Lage angepasst. Um den Rekruten das Lernen zu erleichtern, hat die Armee zwischenzeitlich alle benötigten Reglemente auch ins Internet gestellt.