Armee 2030: Rüsten für den Krieg

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Eindeutiges Bekenntnis zur Miliz.

  • Erneut fasst Oberst Gerhard Läuchli, Mitglied der Geschäftsleitung First Site Invest AG, Basel, seine Strategie im Jahresbrief zusammen. Er gibt kompetent einen umfassenden “tour d’horizon” zur weltpolitischen Lage am Übergang von 2021 zu 2022.
  • Besonders bemerkenswert sind Oberst Läuchlis Gedanken zur Schweiz. Auch wenn Läuchli das Wort Krieg vermeidet und worst case schreibt, bekennt er sich zur raison d’être der Armee, zur Verteidigung von Volk und Land. Ebenso hebt er den Wert der militärischen Ausbildung für Resilienz und Durchstehvermögen auch im Beruf hervor.

Es folgen Oberst Läuchlis Gedanken zur Armeestrategie 2030. 

“Die Armee erarbeitet die Strategie 2030, welche insbesondere auf die künftigen möglichen Bedrohungen ausgerichtet ist. Damit werden wichtige Meilensteine für die Zukunft des Sicherheit Verbundes Schweiz gelegt. 

Entscheidend ist, dass Strategie und Mittel nicht nur auf allgemein bekannte Risiken – sondern auch auf worst case Szenarien ausgerichtet ist. Die Armee braucht die Mittel, mit welchen sie das Land glaubwürdig – in allen Lagen – verteidigen kann. Personal und Mittel müssen den möglichen – auch unbequemen – Szenarien folgen. Hier muss die Militärstrategische und Operative Stufe (Schulung) – mit anderen Units aus Wirtschaft und Verwaltung – adäquate Szenarien für Trainings schaffen. Austausch und Zusammenarbeit mit Nachbarn und Neutralen sind wertvoll, ja unerlässlich. 

Die Armee muss für junge Menschen bei der «de facto Wahl» zwischen Armee, Zivildienst und Zivilschutz konkurrenzfähig sein. Militärdienst wird immer härter sein und Entbehrungen fordern. Einzelzimmer mit Frühstück gibt es nicht – beim Zivildienst schon. Die Ausbildung muss professionell, anspruchsvoll und fair sein. Platz für Schikanen gibt es – in einem demokratischen Rechtstaat – nicht.

Resilienz und Durchstehvermögen sind im Beruf mitentscheidend für den Erfolg und die Konkurrenzfähigkeit. Die Anforderungen haben sich für die heutige Generation stark geändert. Das wird von jungen Menschen wahrgenommen. Die militärische Ausbildung hat auch hier einen Mehrwert. 

In Conclusio: Die Leistungen der Soldaten – vor allem der Kader – müssen sichtbar honoriert werden; z.B. Bildungsgutschein für Auslandstudium. Sehr vieles in der Armee klappt erstklassig und ist nicht vergleichbar mit den «sogenannt guten alten Zeiten». Kommunikation und Fakten müssen kongruent sein. Das Image der Armee hat deutlich Luft nach oben.”