Arktis: Rekordsprung aus 10’000 Metern Höhe

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Siehe auch > 80° Nord in der Arktis – Russlands extremster Stützpunkt und USA verhöhnen Russlands Nahkampf

Das russische Luftlandekorps, eine eigenständige Teilstreitkraft, meldet aus der Arktis einen Rekordsprung aus 10’000 Metern über Meer.

  • Laut russischem Communiqué war noch nie vorher eine Truppe in der Arktis aus 10’000 Metern Höhe gesprungen.
  • Die Fallschirmjäger seien sich in eisiger Höhe aus ihren Ilyushin-76 gesprungen und hätten sich dann frei fallen lassen, um die eiskalten Luftschichten schnell zu überwinden. Sie hätten die Schirme relativ spät und tief geöffnet (HALO-Verfahren).
  • Alle seien gut gelandet und hätten direkt nach der Sammlung am Boden im Training den Kampf gegen supponierten Gegner aufgenommen. Das Training habe mehrere Tage gedauert.

Erprobung und Gedenken

Fallschirmjäger mit neuer arktischer Ausrüstung.

  • Der Rekordsprung habe auch dazu gedient, eine komplett neue Arktis-Ausrüstung im Massstab 1:1 zu erproben. Namentlich sei die neue Arktis-Bekleidung für russische Truppen getestet worden.
  • Zudem hätte Fallschirm die Fallschirmtruppe zweier historischer Ereignisse gedacht: Vor 75 Jahren habe die Rote Armee Nazi-Deutschland niedergerungen. Und vor 90 Jahren –1930 – sei das sowjetische Luftlandekorps gegründet worden; als erstes auf der Welt.

Mit Sauerstoffmasken

  • Generalleutnant Yunusbek Yevkurov, einer der Stellvertreter von Verteidigungsminister Shoigu: “Die Truppe machte Geschichte. Sie sprang mit Sauerstoffmasken aus 10’000 Metern Höhe direkt in eine schwere Bewährungsprobe auf arktischem Boden.
  • In der Arktis lautete der Auftrag der Paras: Aufspüren und Eliminieren gegnerischer Sabotage- und Aufklärerformationen. Die Fallschirmjäger operierten am nördlichen Ufer von Alexandra-Land und erfüllten ihren Auftrag vornehmlich rund um das Kap Nimrod. Nachdem sie den Feind vernichtet hatten, kehrten sie zum Sammelpunkt und von dort zum Stützpunkt Nagurskoye zurück.

Über dem Franz-Josef-Land

  • Ilyushin-76 brachten die Fallschirmspringer zum Absprungpunkt über dem Franz-Josef-Land. Sie erprobten auch die Navigation, spezielle Schirme und das die weisse Tarnfarbe der neuen Uniformen. Die Truppe landete geschlossen auf der westlichsten Insel des Franz-Josef-Archipel: auf Alexandra-Land.
  • Aus Il-76 wurde an grossen Fallschirmen zusätzlich Material für das Überleben der Truppe abgeworfen. Zum Aufspüren setzten die Paras taktische Drohnen russischer Herkunft ein,
  • Mit Generalleutnant Yevkurov beobachtete Generaloberst Andrej Serdyukov den Rekordsprung und das anschiessende Training. Serdyukov befehligte das russische Expeditionskorps in Syrien und kommandiert jetzt das starke Luftlandekorps der “Roten” Armee.

Start vom Luftstützpunkt Nagurskoye

Il-76 auf dem Luftstützpunkt Nagurskoye.

Der Start erfolgte auf dem Luftstützpunkt Nagurskoye, der nördlichsten Basis der russischen Armee, auf dem Il-76 und An-26 landen und starten können. Die Basis liegt nördlicher als der 80°.

Der Luftstützpunkt Nagurskoye liegt ganz im Westen des arktischen Franz-Josef-Landes (Kartenmitte).

Amerikanische Kommentare
Wie immer kommentieren amerikanische Fachleute auf dem Internet auch diese Meldung von einer russischen Sondertruppe:
  • “Reposted to correct title, jump was an publicity stunt for a Russian tactical clothing manufacturer of their newest outer layer varient of arctic multicam.”
  • “It wasn’t a publicity stunt. You can nowhere see their brand (it’s Gruppa 99 by the way).”
  • The jump was to test new equipment developed with the deep arctic in mind: the equipment includes the parachute systems, the clothing, the combat vests (compatibility with jumping gear like O2 tanks etc) and electronics.”
  • “I can’t help but notice them using 7.62×39, why is that? is it more reliable in the arctic?”

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