Alder kontert die Grüne Schlatter aus

Standard

 

 

Italiens F-35 im Air Policing für Island.

 

  • Im “Zürcher Oberländer” entkräftet Konrad Alder Scheinargumente der grünen Nationalrätin Marionna Schlatter. Soll man Schlatter mit ihren Sottisen überhaupt ernst nehmen? Eigentlich entlarvt sie sich ja selbst als Dilettantin.
  • Aber! Der Ausgang der Sechs-Milliarden-Abstimmung belegt: Die dauernde Berieselung des Stimmvolkes durch Grüne und die Patent-Politikerin Seiler Graf erzielen eben doch eine gewisse Wirkung. Ergo: Widerlegen, wo wir können. Steter Tropfen höhlt den Stein.

 

LESERBRIEF ZO/AvU – REPLIK ZUR STELLUNGNAHME MARIONNA SCHLATTER, GP-NATIONALRÄTIN: DER F-35 KAMPFJET: EIN FEHLENTSCHEID

 F-35A – Das für unsere Luftwaffe bestgeeignete Kampfflugzeug mit grossem Zukunftspotenzial!

Einmal mehr versucht Marionna Schlatter mit Argumenten, die den Sachverhalt nicht vollständig offenlegen, den bundesrätlichen Entscheid zur Beschaffung des amerikanischen Mehrzweckkampfflugzeug F-35A schlecht zu reden. Fakt ist:

  • Wir suchen nicht ein für den Luftpolizeidienst in Friedenszeiten optimiertes Kampfflugzeug. Das vom Bundesrat abgesegnete Pflichtenheft als Basis für unser Auswahlverfahren verlangt vom neuen Kampfflugzeug Fähigkeiten im Bereiche Luftpolizeidienst, Luftverteidigung, Aufklärung und Luftangriff zur Unterstützung unserer Bodentruppen.
  • Frau BR Viola Amherd führte in einem NZZ Interview vom 3. Mai 2021 aus, dass sie es nicht vertreten könnte, aus politischen Gründen ein Flugzeug zu kaufen, das viel teurer oder viel schlechter sei als ein anderer Mitwettbewerber. Ein solche Entscheidungsgrundlage ist zu begrüssen. Der F-35 hat das Auswahlverfahren mit grossem Abstand gewonnen. Das ist primär darauf zurückzuführen, dass es sich beim F-35 um ein Flugzeug der 5. Generation mit einem beachtlichen Zukunftspotenzial weit über 2050 und einer grossen Nachfrage handelt.
  • Erst kürzlich haben das Pentagon und Lockheed Martin als F-35-Hersteller einen neuen Wartungsvertrag mit dem Ziel abgeschlossen, die von Marionna Schlatter ins Feld geführten hohen Betriebskosten, in den kommenden fünf Jahren, um weitere 40% zu reduzieren.
  • Diese Einsparungen sollen durch verbesserte Kosten und Geschwindigkeiten in der Lieferkette, kontinuierliche Zuverlässigkeitsverbesserungen und eine höhere Personaleffizienz bei der Bereitstellung von Produktunterstützungslösungen für die wachsende, globale Flotte mit einer aktuellen Verfügbarkeit von rund 70% erreicht werden.
  • Marionna Schlatter vergisst, dass auch unsere beiden letzten Kampfflugzeuge F-5E Tiger II und F/A-18 C/D Hornet, die es nun mit dem F-35 bis 2030 abzulösen gilt, aus den USA stammen. Dabei durften wir über alles gute Erfahrungen machen. Da solche Beschaffungen auf der Basis von Regierungsvereinbarungen abgeschlossen werden, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass sich das bei einer Beschaffung des F-35A ändern würde.

F-35 in Orlund, Norwegen.

  • Allein in Europa haben sich folgende Staaten für eine Beschaffung des F-35 entschieden: Belgien, Dänemark, Grossbritannien, Italien, die Niederlande, Norwegen und Polen. Ende 2021 werden sich mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch die Finnen als Ersatz für ihre veralteten F/A-18C/D für den F-35 entscheiden. Weitere europäische Staaten interessieren sich für eine entsprechende Beschaffung. Dazu zählen Griechenland und auch Spanien.
  • Damit ist bei einer Beschaffung des F-35 sichergestellt, dass es auch zu der von Marionna Schlatter so betonten notwendigen «europäischen Zusammenarbeit» kommen wird. Zu Beginn des Monats September 2021 sind im Übrigen auf 21 Flugplätzen rund um die Welt bereits 690 F-35-Flugzeuge aller Versionen im Einsatz. Sie akkumulierten bis heute über 430.000 Flugstunden!

Konrad Alder, Herausgeber NACHBRENNER