Airbus: “Eurofighter bis 2060”

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Michael Schöllhorn, Chef der Sparte Rüstung bei Airbus.

Der 57-jährige Michael Schöllhorn leitet bei Airbus die Sparte Rüstung. Der gelernte Maschineningenieur flog in der Bundesluftwaffe als Berufsmilitärpilot zehn Jahre lang Helikopter. Er kam von Bosch als Chief Operations Officer (COO) zu Airbus, wo er dann zu seiner heutigen Stellung aufstieg.

Schöllhorn ist das, was man in Deutschland einen “Mann der klaren Aussprache” nennt. In der heutigen Zeitschrift “Der Spiegel” gibt er zwei Redaktoren im Gespräch fadengerade Antworten.

Zum deutschen Amtsschimmel

  • “Es gibt Zulassungsprozesse für Flugzeuge, die Null-Risiko als Ziel haben und mitunter anspruchsvoller sind als für Passagierflugzeuge; der Bund setzt auf Sondervorschriften anstatt auf Lösungen, die sich bei anderen Nationen bewährt haben.”

41 von den 100 Milliarden Euro für die Dimension Luft

  • “41 von den 100 Milliarden gehen in die Dimension Luft.”
  • “Wir sollen 15 weitere Eurofighter bauen und für den elektronischen Kampf ausstatten.”
  • “Bei Satellitenkommunikation, Digitalisierung und leichten Unterstützugshubschraubern sollten wir ebenfalls zum Zug kommen.”
  • “Wir wollen zudem den Nachfolger des Tornados in der Kampfbomberrolle entwickeln.”

Eurofighter bis 2060

  • “Es wird eine fünfte Tranche von Eurofightern geben müssen. Und sie wird mit neuen Fähigkeiten, einem neuen Cockpit und einer Elektronikarchitektur ausgestattet sein, mit der die Jets bis 2060 fliegen können.”

“Command and controll”-Kultur bei Dassault

  • “Während wir von jeher partnerschaftlich denken und agieren, hat Dassault bisher immer allein Flugzeuge gebaut und alle anderen nur als Zulieferer gesehen.”
  • “Ich würde von Command and controll-Kultur bei Dassault Aviation sprechen – und das ist nicht das, was wir brauchen, um zu kollaborieren.”

Schöllhorn rechts mit seinem Vater vor einem Alphajet.