AH-64 Apache schützen U.S. Botschaft

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Seit dem Silvestertag kreisen über der amerikanischen Botschaft in Bagdad ununterbrochen AH-64-Helikopter. Sie schützen Diplomaten im Inneren des Anwesens. Die Kampfheli vom Typ Apache sind mit Kanonen und Raketen bewaffnet und warfen in der Nacht zum Neujahrstag unablässig Beleuchtungskörper ab, um das Vorfeld der Botschaft auch in der Dunkelheit aufzuklären.

In einer weiteren Windung von Präsident Trumps sprunghafter Mittelost-Politik beginnen die USA das neue Jahrzehnt mit einem erneuten Anwachsen der Spannungen zu Iran:

  • Die von Teheran gesteuerte, iranisch finanzierte irakische Kataib Hisbollah verübte schwere Anschläge auf U.S. Personal. Im Stützpunkt K-1 bei Kirkuk töteten die Attentäter im Norden einen amerikanischen Söldner.
  • Darauf flog die amerikanische Luftwaffe fünf gezielte Einsätze auf Stützpunkte und Depots von Kataib Hisbollah. Dabei kamen zwei Dutzend Iraner und Iraker um.
  • Dies wiederum stachelte schiitischen Mob dazu auf, die U.S. Botschaft in Bagdad zu stürmen. Die widerrechtliche Besetzung der Botschaft konnte bisher verhindert werden.
  • Entgegen seiner Politik, Truppen aus dem Mittleren Osten abzuziehen, entsandte Trump mehrere 100 zusätzliche Elitesoldaten in den Irak. Fertig Schluss mit dem Wahlkampfslogan: „I bring our boys home!“

Der Versuch, die U.S. Botschaft in Bagdad zu stürmen, weckt in Amerika ungute Erinnerungen an 1980.

  • In der virulenten Lage nach der iranischen Revolution besetzte der Mob in Teheran die U.S. Botschaft. Von Ayatollah Khomeini aufgehetzt, nahmen die Besetzer mehrere Dutzend Geiseln.
  • Die amerikanische Operation „EAGLE CLAW“ zur Geiselbefreiung scheiterte grandios schon in der Wüste. Der Stosstrupp, der die Terroristen überwältigen sollte, gelangte nicht einmal in die Hauptstadt.
  • Die Geiseln kam erst nach 444 Tagen frei — zu spät für den Präsidenten Carter, der von Ronald Reagan nicht zuletzt wegen seiner militärischen Schwäche geschlagen worden war.
  • Noch am Silvestertag 2019 machte Donald Trump das iranische Regime für den Angriff auf die Botschaft in Bagdad verantwortlich.
  • Die schiitische Vormacht Iran hat im Irak leichtes Spiel. Irak ist zu 60% schiitisch und hat eine lange Landgrenze zu Iran. Die heiligen Stätten der Schia, Kerbela und Najaf, liegen im Irak.