Ärger mit KSK-Sturmgewehr G95K

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Deutscher KSK-Soldat erprobt das neue G95K.

  • In Deutschland weist die Bundeswehr 1’705 Sturmgewehre G95K ab. Die für das KSK angefertigten Waffen wiesen erhebliche technische Mängel auf. Überdies beanstandet das Ministerium, die Waffenschmiede Heckler&Koch (H&K) im schwäbischen Oberndorf liefere acht Monate zu spät.
  • Bestellt wurden die Gewehre für 5,2 Millionen Euro im Mai 2019. Erste Mängel traten mit den Ladehebeln auf. Gravierender noch verfehlte die Waffe die hoch gesteckten Forderungen in Sachen Präzision.
  • Das Ministerium belegt H&K mit einer Konventionalstrafe von 261’000 Euro und verlangt, dass der Hersteller die revidierten Gewehre dem KSK bis Ende 2020 liefert.
  • Es ist nicht der erste Streit von Bundeswehr und H&K. Die Oberndorfer Waffenschmiede produzierte schon die Standardwaffe der deutschen Armee, das einfach zu handhabende, robuste Sturmgewehr G36. Dem G36 warfen Kader und Soldaten vor, im Gefecht treffe es nicht genau genug.
  • Derzeit evaluiert die Bundeswehr die Nachfolgewaffe des G36. Auch H&K liegt im Rennen – mit einem Modell, das auf dem jetzt beanstandeten G95K beruht.

HK416, eine unbestrittene Waffe von Heckler&Koch.