Abu Bakr tot – ISIS kämpft weiter

Standard

Abu Bakr al-Baghdadi, der Fürst der Finsternis (Gov).

 

ABB spielte operativ keine Rolle mehr

Der Tod des 48-jährigen “Kalifen” Abu Bakhr al-Baghdadi (ABB) bedeutet leider NICHT das Ende des ISIS, wie von Scharlatanen in den Medien behauptet:

  • ABB war nie der wirkliche Chef des ISIS. Dieser war ab 2004 von Offizieren der irakischen Saddam-Armee und deren Geheimdienste mühsam “aufgebaut” worden. Die Saddam-Offiziere beherrschten den ISIS bis zu dessen territorialem Untergang 2017.
  • Weil die Saddam-Offiziere auch nach 2017 weiter digital kommunizierten, ja Befehle erteilten, wurden sie von der CIA aufgespürt. In gezielten Drohnenattacken töteten die USA die wahren ISIS-Chefs.
  • ABB überlebte derart lange, weil er operativ NICHT führte. Er mied jegliche digitale Übermittlung und versteckte sich im Norden der syrischen Provinz Idlib in der Nähe des Ortes Barisha. Dennoch spürten ihn die USA auf.

Märtyrer? – eher ungeeignet!

  • Auf die Neugliederung des ISIS, der durch die schlagartige Neubesetzung von Nordsyrien wieder Auftrieb erhält, hatte ABB keinen Einfluss mehr.
  • Zudem eignet sich die Art und Weise, wie er aus dem Leben schied, nicht zur Schaffung eines Märtyers – “Wie ein Hund, winselnd, weinend, in einem Loch, sich selber mit Sprengstoff in die Luft jagend”, mit drei Angehörigen.

Der dritte grosse Coup

Osama bin Laden, getötet am 2. Mai 2011.

Den sonst zu Recht gescholtenen Amerikanern gelang zum dritten Mal gegen einen Grossterroristen ein Coup:

  • Am 13. Dezember 2003 nahmen sie Saddam Hussein in einem Erdloch in Irak bei Tikrit gefangen. 2006 wurde Saddam hingerichtet.
  • In der Nacht zum 2. Mai 2011 töteten Navy SEALS Osama bin Laden in Abbottabad, Pakistan. Die US Navy versenkte ihn sofort im Indischen Ozean.
  • Den “Kalifen” ABB fanden die Amerikaner nach Monate langer Suche, nachdem Schmuggler ABB verraten hatten. Erneut war es Special Forces, die das Versteck stürmten.

Siehe auch Wie fanden die USA Abu Bakr?