“Abstimmung 35%”?

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Die Staffelmaschine 18, der Panthers. Die Armee braucht auch in Zukunft einen starken Kampfjet (Bilder Knuchel).

Im Kanton Aargau prophezeit ein SVP-Kantonsrat auf Facebook zum Kampfjet-Urnengang am 27. September 2020: “Ich stimme sicher ja, dann erreicht die Abstimmung vielleicht 35%.”

  • Gefragt, ob er mit 35% die Stimmbeteiligung oder die Ja-Stimmen meine, antwortet der Politiker: “Ja-Anteil, diese Abstimmung verlieren wir hochkant.”
  • Das ist, mit Verlaub, reiner Defaitismus. Gewiss ist es in Anbetracht der Corona-Schulden in Milliardenhöhe schwerer geworden, den Kampfjet durchzubringen: Sechs Milliarden liegen quer in der politischen Landschaft.
  • Aber jetzt schon aufgeben? Nicht bis zum letzten Tag entschlossen für die gerechte Sache kämpfen? Das ist, ich wiederhole es, mutlos, feige, flügellahm, hasenherzig.

Wir haben die stärkeren Argumente, aber wir müssen kämpfen!

  • Unsere Verfassung überträgt der Armee den Auftrag, Volk und Land zu verteidigen. Das heisst: Wir brauchen eine Armee, die zu Lande und in der Luft fähig ist, diesen Auftrag zu erfüllen. Am 27. September 2020 geht es nicht nur um die Luftwaffe, es geht um die ganze Armee.
  • Die sechs Milliarden sind keine Zusatzausgabe. Für den Kampfjet steht das reguläre Militärbudget gerade. Die Vorlage fällt nicht unter das Moratorium, das Bundesrat Maurer für neue Ausgaben verlangt.
  • Das Ausspielen von Sanität und Luftwaffe gegeneinander ist läppisch. Wir brauchen beides, ja primär die Waffen für die Verteidigung des Landes. Das ist die raison d’être der Armee.
  • Noch fadenscheiniger ist das Ausspielen der Klimapolitik gegen die Armee, wie das die pazifistischen Grünen tun. Das eine hat mit anderen nichts zu tun. Gewiss muss man die Grüne Partei heutzutage quasi mit der GSoA gleichsetzen. Aber vergessen wir nicht, was GSoA heisst: Gruppe für eine Schweiz ohne Armee.
  • Für den Fortbestand unserer verteidigungsstarken Armee ist es geboten, im Hinblick auf den 27. September 2020 mit aller Kraft zu kämpfen. Bitte nicht aufgeben!

Projektleiter Oberst i Gst Pablo Merz. Er und seine Fliegerkameraden sind auf modernes Material angewiesen, mit dem sie im Krieg bestehen.