79. Tag, 4.15 Uhr: Kiew dokumentiert Artillerieschlag

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Doppelbrücke zerstört.

  • Am 12. Mai 2022 meldete der ukrainische Militärgouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, seine Truppen hätten zwei russische Pontonbrücken über den Sewersky Donez zerstört.  
  • Den Schlag schrieb Hajdaj der Artillerie der 17. Panzerbrigade zu. Die ukrainischen Kanoniere leisteten präzise Arbeit. Ihr Stellungsraum wurde von Hajdaj deutlich hinter der Front lokalisiert. Das genaue Zerstörungsfeuer wurde bei guter Meteo über eine beachtliche Einsatzdistanz erzielt.
  • Neu dokumentiert der ukrainische Generalstab den Artillerieschlag mit Drohnenbildern. Die scharfen Aufnahmen legen die Vermutung nahe, dass die ukrainische Artillerie die Doppelbrücke über den Donez-Nebenfluss mit einer Drohne beobachtete.
  • Es bürgert sich weltweit in immer mehr Artilleriekorps ein, dass Schiesskommandanten das Feuer via Drohnen leiten. Die Drohnen kreisen über dem Zielgebiet und liefern präzise Bilder vom Ziel und  den Einschlägen. Die Schweizer Artillerie setzte über dem Zielhang von Bière Drohnen ein, die von Payerne gestartet waren und von speziell ausgebildeten Schiesskommandanten in einem KP in der Region Payerne gesteuert wurden.
  • Zusätzlich zur ersten Meldung über die zerstörten Brücken verraten die ukrainischen Aufnahmen: Mit den Pontons zerschlug die Artillerie der 17. Brigade auch eine Anzahl russischer Kampf- und Schützenpanzer, die den Sewesrky Donez überquert hatten oder überqueren wollten. Kiew spricht von einem Bataillon, das aufgelaufen sei. 
  • Ein ukrainischer Aufklärer berichtet: “20 Minuten, nachdem wir die Brücke lokalisiert hatten, forderten wir Artillerie- und Erdkampffeuer an. Auch unsere Luftwaffe trug zur Zerstörung der Brücken und zur Vernichtung russischer Panzer und Fahrzeuge bei.”

Am Sewerksky Donez.

Granateneinschlag.

Gemäss ukrainischen Angaben legten die Russen im Uferwald Feuer, um die Brücken durch Rauch zu tarnen. Ebenso hätten sie Rauchpetarden eingesetzt.

Zerstörte Fahrzeuge und Gebäude.

Kiew: “Panzerfriedhof”.