60 Chinooks für die Bundeswehr?

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Die Chinook, hier eine kanadische CH-47F, ist in der NATO verbreitet.

Die Flugrevue berichtet:

Bestellt die Bundesregierung 60 schwere Transporthubschrauber des Typs Boeing CH-47F Chinook? Nach Informationen der “Bild am Sonntag” ist im Kabinett eine entsprechende Vergabeentscheidung gefallen. In die Wartung der neuen Hubschrauber soll Airbus eingespannt werden. 

C-130J, F-35 und jetzt auch schwere Transporthubschrauber: Deutschland ertüchtigt seine Luftwaffe mit Fluggerät aus den USA. Wie die “Bild am Sonntag” berichtet, wird das Verteidigungsministerium den Bundestag offiziell über eine beabsichtigte Beschaffung von 60 CH-47F Chinook im Wert von fünf Milliarden Euro informieren. Dieser müsste dem Vorhaben zunächst noch zustimmen, ausserdem müsste Deutschland bei der US-Regierung offiziell die Lieferung der Chinooks im Rahmen des “Foreign Military Sales”-Programmes anfragen.

Chinook sticht King Stallion aus

Boeing hat mit der CH-47F jetzt offenbar den Konkurrenten Sikorsky und dessen CH-53K “King Stallion” ausgestochen – die Chinooks sind in der NATO verbreiteter. Zudem hätte das Konsortium um Sikorsky für das gleiche Budget nur 40 Transporthubschrauber geliefert – wobei die CH-53K im Gegensatz zur Chinook eine weitgehende Neuentwicklung darstellt und zumindest auf dem Papier leistungsstärker ist.

Die US-Army hat Chinooks in Deutschland stationiert und wird laut Boeing Bundeswehr-Piloten vor Ort ausbilden. Boeing soll für die CH-47F laut dem Bericht noch eine neue Anlage zur Luftbetankung entwickeln, um ein deutsches Kriterium zu erfüllen (wobei die Chinook bereits jetzt in der Luft betankt werden kann).

In die technische Instandhaltung der Transporthubschrauber soll, wie bereits im Vorfeld angekündigt, Airbus Helicopters eingespannt werden. Airbus hatte zuletzt gegen die deutschen Vergabeentscheidungen in die USA protestiert.

So sähe der deutsche Chinook aus.