15 Leopard-2A4 für 30 T-72 – Ringtausch droht zu platzen

Standard

 

 

Deutscher Leopard 2A4.

Scholz bietet zu wenig Panzer an  
Wieder gibt es Verzögerungen bei deutschen Waffenlieferungen. Vor zwei Monaten hiess es aus dem Kanzleramt, Deutschland bereite einen Ringtausch mit der Slowakei vor. Der Deal lautete: Die Slowakei gibt 7 bis 72 Kampfpanzer aus Sowjetzeiten an die Ukraine ab und bekommt im Gegenzug modernere deutsche Panzer als Ersatz.

Tschechischer T-72.

Doch ist bis heute nichts passiert. Der Grund: Deutschland hat 15 Leopard-2A4-Panzer für 30 T-72 angeboten – für die Slowakei zu wenig für die Landesverteidigung. Bratislawa hat darum den geplanten Deal abgelehnt. Das bestätigte der slowakische Verteidigungsminister am Montagabend, am 20. Juni 2022: „Die Realität ist, dass wir die Form der Unterstützung, die die Tschechische Republik oder andere Länder zugesagt haben, nicht akzeptieren können. Diese liefern an die Ukraine ein Gerät und bekommen dafür zwei Geräte aus Deutschland oder einem anderen Land.”

Tschechisches T-72-Bataillon.

“Die Slowakei besitzt 30 T-72-Panzer. Daher können 15 Leopard-Kampfpanzer keine Lösung für uns sein, da wir 30 Kampfpanzer für ein Panzerbataillon benötigen“, sagte eine slowakische Sprecherin. „Zu diesem Zweck verhandeln wir mit unseren Verbündeten, um zusätzliche Formen der Unterstützung für die Ukraine zu finden, um der sinnlosen Aggression Russlands gegen das Land zu begegnen“.

Die Slowakei soll alle ihre 30 T-72 abgeben.

Die Frage ist nun, ob und vor allem wann es noch eine Einigung gibt. Die ukrainische Armee gerät im Osten immer mehr in Bedrängnis. Experten der NATO richten sich zwar auf einen insgesamt noch monatelangen Krieg ein, doch die Ukraine braucht die Waffen jetzt.